Blickfeld: Observer

Im Blickfeld häufen sich bereits düstere Sci-Fi-Spiele. Und nun kommt Observer, das mir offensichtlich meine visuelle Vorstellung von Cyberpunk direkt aus dem Gehirn gesaugt hat.

Der Cyberpunk-Krimi der „Layers of Fear„-Macher versetzt uns ins Krakau des Jahres 2084. Wir spielen einen Detektiv der Observer-Einheit der Polizei, der im Auftrag des Konzerns Chiron Verbrechen aufdeckt, dieses Mal jedoch in einem heruntergekommenen Wohnblock nach seinem Sohn sucht. Neben den üblichen Methoden zur Aufklärung kann der augmentierte Observer auf spezielle, im Körper verbaute Tools zurückgreifen. So hilft die Electromagnetic Vision beim Untersuchen elektronischer Geräte, während die Bio Vision dem Aufspüren biologischer Beweise dient.

Das ist noch nicht alles. Der Cyberpunk-Teil des Spieles kommt erst noch. Denn der Observer kann noch mehr. Mittels Gerät mit der Bezeichnung „Dream Eater“ kann sich der Detektiv über einen neuralen Port an das Gehirn anderer Personen koppeln und ihre Erinnerungen und Ängste durchforschen. Diese Abschnitte erinnern dann auch an den Body Horror eines Cronenberg und visualisieren meine Vorstellung der Welt von Gibsons Neuromancer.

Und auch Blade Runner darf nicht unerwähnt bleiben. Unserem Alter Ego stand der Schauspieler Rutger Hauer Modell und auch die Stimme wurde sehr passend von ihm eingesprochen. Es ist nicht die einzige Reminiszenz. Der Regen, das Auto, die Leuchtreklame, die Bildschirme der Gegensprechanlage, der in Erinnerungen suchende Detektiv. Das Spiel scheint eine einzige Verbeugung vor dem Genre an sich zu sein. Ein klarer Fall für das Blickfeld.

Und was ist das nun für eine Art Spiel? Es ist ein First-Person Exploration Adventure. Zunächst durchsucht man die Tatorte nach Beweisen, befragt die Bewohner im Haus und stöpselt sich schließlich an andere Gehirne. In den Erinnerungen sucht man dann weiter und bekommt krankes Zeug zu sehen. Die Schockmomente sollen ähnlich denen in Layers of Fear sein. Also auch ohne Cyberpunk-Optik wäre Observer ein Spiel für das Blickfeld und ich vermute, es wird nicht lange auf meinem Pile of Shame liegen.

Observer ist bereits erschienen und kann bei Steam und GOG gekauft werden.

 


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