Happy Birthday, Commander Keen!

Commander Keen wird 26. Im Dezember 1990 wurde der erste Teil des legendären DOS-Plattformers veröffentlicht. John Romero und Tom Hall gratulieren. 

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Die erste Trilogie, bestehend aus Marooned on Mars, The Earth Explodes und Keen Must Die, wurde am 14.Dezember 1990 veröffentlicht. Legendär habe ich das Spiel eben genannt. Ein Plattformer? Realy? Unbedingt. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Der Verdienst des Spiels für die Etablierung des DOS-PC als Gaming-Plattform

Commander Keen war technisch eine kleine Revolution. Erstmals wurde auf dem PC Smooth-Scrolling in 4 Richtungen (links, rechts, oben, unten) ermöglicht. Anders als die Konsolen dieser Zeit, die fürs Spielen entworfen wurden, hatte der PC bis dahin nicht die grafischen Möglichkeiten, um Full-Scrolling-Levels darstellen zu können. Man behalf sich meist mit Block-Scrolling, wie John Romero in Dangerous Dave. Captain Comic bot 1988 immerhin schon Non-Vertical Scrolling.

Doch erst John Carmack konnte die PC-Plattformer mit seiner EGA-Buffer-Technik (Adaptive tile refresh) auf das Level der Konsolen heben. Und damit wären wir schon bei Grund Nummer 2.

Die Gründung von id Software

Ohne Commander Keen – kein id Software. Ohne id Software – kein Doom. Ohne Doom – … .
John Carmack, John Romero, Tom Hall und Adrian Carmack waren 1990 zusammen bei Softdisk für die Entwicklung von Spielen angestellt. Carmack arbeitete an einer Technik, die weiches Scrolling ermöglichen sollte. Im September 1990 erreichte Carmack den Durchbruch und stellte zusammen mit Tom Hall eine Tech-Demo mit dem Namen Dangerous Dave in Copyright Infringement fertig, in welcher der erste Level von Super Mario Bros. 3 mit John Romeros Charakter Dangerous Dave durchgespielt werden konnte.

Nachdem die vorgeschlagene Portierung von Super Mario Bros. 3 auf den PC von Nintendo abgelehnt wurde und auch Softdisk kein Interesse an der Technik hatte, da kein CGA unterstützt werden konnte, arbeiteten die vier in ihrer Freizeit an Commander Keen, verließen Ende 1990 geschlossen Softdisk und gründeten schließlich id Software. Der Rest ist Videospielgeschichte.

Das Shareware Prinzip

Der dritte Grund ist das Shareware-Prinzip von id Software bzw. Apogee, die das Spiel vertrieben. Die erste Episode war kostenlos und konnte beliebig verteilt werden. Die nächsten Episoden konnten dann direkt ohne Zwischenhändler telefonisch oder per Post bestellt werden. Somit war Commander Keen auch eines jener Spiele, das wahrscheinlich auf jedem PC installiert war. Diesem Prinzip blieb id auch für seine späteren Titel Wolfenstein3D und Doom treu, welches maßgeblich zum Erfolg beitrug.

Goodby Galaxy

Ein Jahr nach Teil 1, am 15. Dezember 1991, erschienen bereits die ersten beiden Teile der Goodby-Galaxy!-Trillogie, Secret of the Oracle und The Armageddon Machine. Die dritte Episode Aliens Ate My Baby Sitter! wurde anders als geplant als eigenständiges Spiel veröffentlicht.

26 Jahre Commander Keen. 25 Jahre Goodby-Galaxy! Somit feiert auch der Dopefish seinen 25. Geburtstag, der erstmals in Episode 4 auftrat, zum Insiderwitz der Computerspielindustrie wurde und zahlreiche Cameo-Auftritte in anderen Spielen erhielt.

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Keen 7 – Tech Demo

Zum Geburtstag presentiert uns John Romero noch ein kleines Video: Eine Tech-Demo für ein mögliches Keen 7 aus dem Jahr 1992. Leider wurde Teil 7 nie wirklich begonnen. Es kamen wichtigere Sachen dazwischen – 3D.

Die Gratulanten

Und hier noch die Tweets der Gratulanten.


 

Quellen:

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